In Zeiten von Squarespace, WIX, Jimdo, Shopify und Konsorten stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch Sinn macht, einen Webdesigner zu engagieren. Mit Hilfe von Homepage Baukästen lässt sich scheinbar ohne Probleme innerhalb weniger Stunden eine Webseite aufbauen. Leicht verständliche Benutzeroberflächen lassen Programmierer unnötig erscheinen.

Aber ist das wirklich der Fall?

Gibt es Fallstricke bei der Verwendung von Homepage Baukästen?

Es ist denkbar einfach. Man registriert sich mit einer E-Mail Adresse und innerhalb von Minuten gelangt man mit Hilfe von Vorlagen zur eigenen Homepage. Es ist nicht nur schnell, praktisch und am Anfang kostenlos, sondern für jeden, auch ohne Vorkenntnisse, möglich, ästhetisch ansprechende Webseiten zu gestalten. Das ist grundsätzlich super und hat auch seine Berechtigung. Ich empfehle, je nach Unternehmensgegenstand, ebenfalls manchmal Systeme wie Shopify. Trotzdem liegt der Teufel wie so oft im Detail.

Bei Details wird es teuer

Zum Beispiel ist es bei Shopify schlichtweg nicht möglich, die Kassenseite (Checkout) anzupassen. Das geht nur beim größten Shopify Paket und macht erst bei entsprechendem Umsatz Sinn. Das größte Shopify Paket kostet über 3000 Euro / Jahr und man muss noch zusätzlich mindestens 1,4% von jedem umgesetzten Euro an Shopify abgeben. Natürlich muss man grundsätzlich immer einen kleinen Prozentsatz an die Zahlungsdienst Anbieter abgeben, aber für 3000 Euro / Jahr muss man seinen Onlineshop noch selbst gestalten und einrichten und es fehlt einem trotzdem noch an wichtigen Funktionen, die teuer durch Apps zugekauft werden müssen:

Shopify und Co. verdienen mit dem Angebot von notwendigen Zusatzpaketen

Sie benötigen einen Banner für Ihren E-Mail Newsletter? Bei Shopify bis 1000 Besucher und mit Werbung kein Problem und kostenlos, darüber hinaus ab 16 Euro pro Monat, nur für den Banner.

Oder wollen Sie Ihren Kunden eine Wunschliste im Onlinestore anbieten? Bis zu 100 Produkte/monatlich (für alle Besucher) auf der Liste sind kostenlos möglich, danach kostet diese Funktion 12 Euro pro Monat.

Viele Apps bei Shopify kommen mit einem “Free Plan”. Das bedeutet, sie können das Plugin grundsätzlich kostenlos installieren, aber auch hier ist es eine Detailfrage, ob so etwas Sinn macht.

Wollen Sie beispielsweise unter Ihrem Produkt noch weitere Produkte anbieten oder unter dem Warenkorb anzeigen (Cross- und Upsells), gibt es eine “gratis” App, die Ihnen das möglich macht. Sie müssen nur zusätzlich 2,9% vom dadurch generierten Umsatz an die Macher der App abgeben.

So können schnell mal Fixkosten von 60-80 Euro / Monat für Basisfunktionen entstehen, die ein Webdesigner leicht umsetzen kann.

Produkte können durch den falschen Onlinestore unrentabel werden

Darüber hinaus können Produkte, die an sich profitabel kalkuliert wurden, schnell zum Verlust werden, wenn die Vertriebsstruktur den Gewinn auffrisst.

Welcher Baukasten ist der richtige?

Bei anderen Anbietern ist es ähnlich. Sinnvolle Optionen für Onlineshops werden erst in den Premium Paketen angeboten, wie etwa die Erstellung von Kundenkonten bei Squarespace oder die Möglichkeit der lückenlosen Anpassung der Templates.

Ein seriöser Webdesigner wird hingegen immer eine Variante wählen, die einem die nötige Flexibilität bietet. So macht es beispielsweise keinen Sinn, einen Baukasten oder ein bestimmtes Shop System zu empfehlen, wenn man nicht das Produkt und die jeweiligen Anforderungen kennt. Beispielsweise wird ein Mode Produkt-Konfigurator andere Anforderungen haben, als ein Drop Shipping Business Modell.

Gute Beratung zahlt sich aus

Für die Umsetzung eine Onlineshops benötigen Sie einen kompetenten Partner, welcher Ihr Produkt versteht und effektiv plant.

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Dieser Artikel ist ursprünglich auf Linkedin erschienen: Shopify & Co – Do it yourself?